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Zart besaitet - Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen

von Georg Parlow

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Freude und Last

Der Kern des Glücks:
Der sein zu wollen, der du bist.

Erasmus von Rotterdam (1466–1536)

  • Es gibt empfindlichere Menschen und weniger empfindliche.
  • Jeder Mensch, egal wie empfindlich, hat eine persönliche Behaglichkeitszone in Hinsicht auf die Menge, Intensität und Dauer von Eindrücken aller Art. Unterhalb der Behaglichkeitszone fühlen wir uns unterfordert oder gelangweilt, darüber fühlen wir uns gestresst oder überfordert.
  • Diese persönliche Behaglichkeitszone kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein, aber auch bei ein und dem selben Menschen durch Tagesverfassung und andere Faktoren von Mal zu Mal verschieden sein.
  • Viele Schwierigkeiten des Zusammenlebens ergeben sich aus der sehr menschlichen Tendenz, von sich selbst auf andere zu schließen. Im Zusammenspiel mit den eben genannten Punkten über die unterschiedlichen Behaglichkeitszonen ergibt sich eine konfliktträchtige Mischung. Diese kann beim zusammen Wohnen oder Arbeiten die persönliche Lebensqualität stark beeinflussen, speziell bei den empfindlicheren Personen.

Die Aussage, dass es empfindlichere und weniger empfindliche Menschen gibt, wird zwar theoretisch verstanden und akzeptiert, trotzdem sind viele Menschen unreflektiert der Ansicht, dass diese Unterschiede in der Praxis vernachlässigbar gering wären. Das heißt, weniger empfindliche Menschen kommen meist gar nicht auf die Idee, dass es auffällig empfindlichere geben könnte, und selbst sehr empfindliche Menschen gehen oft spontan davon aus, dass alle mehr oder weniger das Gleiche wahrnehmen wie sie, bloß dass die Mehrheit aus ihnen unverständlichen Gründen anders darauf reagiert. Im Laufe des Buches werden wir sehen, wie sich aus diesen grundlegenden Missverständnissen eine Reihe unangenehmer Verquickungen ergeben können, und wie sich diese vermeiden lassen.

Das Verständnis obiger Fakten und ihrer Wechselwirkungen hat dem hochempfindlichen Autor geholfen, sich und sein Leben besser zu verstehen, anzunehmen, und positiv zu gestalten. Das vorliegende Buch ist somit dem Phänomen der Hochempfindlichkeit gewidmet, sowie den begleitenden Umständen und Auswirkungen. Es enthält Informationen aus verschiedensten Quellen: aus Jahrtausende alten Schriften, aus Veröffentlichungen modernster medizinischer und psychologischer Forschung, eine Fülle ergänzender Daten aus den unterschiedlichsten Bereichen – Ergebnisse von Beobachtungen, Studien und Umfragen des polyhistorischen Autors – und alles verbunden und aufbereitet durch seine bunte und vielseitige Lebenserfahrung. Höchstwahrscheinlich ist einiges dabei, das Sie »immer schon wussten, ohne zu wissen dass Sie es wissen«.


© FESTLAND Verlag

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