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Zart besaitet - Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen

von Georg Parlow

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Körperliche Tendenzen hochsensibler Menschen (Teil 1)

Über das bisher Erwähnte hinaus gibt es eine Reihe von physiologischen Eigenheiten, die oft mit Hochempfindlichkeit Hand in Hand gehen. Da ist einmal in erster Linie die erhöhte Schmerzempfindlichkeit zu nennen. 54% der Hochsensiblen sehen sich selbst als "besonders schmerzempfindlich" - eine Eigenschaft mit Licht- und Schattenseiten, wie die meisten. Beim Thema "Gesundheit" wird wieder davon die Rede sein. 22% sind sich nicht sicher, ob sie besonders schmerzempfindlich sind oder nicht, und nur weniger als ein Viertel von uns meint, nicht nennenswert schmerzempfindlich zu sein.

Viele hochempfindliche Menschen (46%) reagieren stark auf Koffein, während 34 % sagen, dass sie nicht stark darauf reagieren.

Der Blutzuckerspiegel ist bei vielen hochsensiblem Menschen tendenziell niedrig, und Unterzuckerung (sprich: Hunger) kann dramatische Auswirkungen auf das Wohlbefinden von hochempfindlichen Menschen haben. Fast 76% von ihnen sagen, dass Hungergefühle sie stark in ihrer Befindlichkeit beeinträchtigen. Schwindelzustände, Würgegefühle im Hals, extreme Reizbarkeit und Übelkeit sind dabei keine Seltenheit, jedenfalls sind Laune und/oder Konzentrationsfähigkeit verschlechtert. Stellt sich der Hungeranfall vielleicht auch noch mitten im Shoppingcenter ein, wo der allgemeine Grad der Stimulation bereits hoch ist, so kann sich ein im Grunde harmloses Erlebnis von Hunger zur mittleren Familienkrise ausweiten. Näheres zum Umgang mit solchen Situationen im Kapitel 5 "Selbst-Management".

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