|
|
|
Home | Produkte | Garantie | Extras | Offenheit | Buchhandel | Impressum | Bestellungen |
 |
 |
Zart besaitet - Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen
von Georg
Parlow |
 
|
Stärkere Reaktionen auf intensiven Lärm
Stellen wir uns zwei nicht hochempfindliche Menschen vor, die auf der Straße in ein Gespräch vertieft sind. Fährt nun beispielsweise ein Einsatzwagen der Polizei oder Rettung mit laut gellender Sirene nahe bei ihnen vorbei, so werden sie entweder ihre Stimmen kurzfristig bis zum Schreien heben, damit sie der andere noch verstehen kann, oder sie werden kurz schweigen und warten, bis die Lautstärke soweit abgenommen hat, dass sie weiter sprechen können. Zwei hochsensible Leute in einer vergleichbaren Situation werden das Gespräch wahrscheinlich abbrechen, sich vielleicht sogar die Ohren zuhalten und mit gequälten Blicken um sich schauen. Wenn der Lärm schließlich vorbei ist, kann es sein, dass sie völlig den Gesprächsfaden verloren haben.
Kurzfristige, intensive Beschallung (wie etwa eine Polizeisirene, ein Presslufthammer, das Quietschen einer einfahrenden S-Bahn, etc.) ist für die meisten Menschen bloß lästig, wenn sie sich gerade mit jemandem unterhalten, fällt ihnen jedoch andernfalls nicht besonders auf. Für hochsensible Menschen kann sie jedoch geradezu quälend sein. Viele erleben so etwas als körperlich schmerzhaft, oder fühlen sich dadurch belastet bis zu einem Punkt der Überwältigung. Sie wollen nichts anderes mehr als sich dem Lärm entziehen. Solche Erlebnisse können als enorm anstrengend erlebt werden.
Um die Jahrhundertwende hat der durch seine Hunde-Experimente bekannt gewordene russische Physiologe Iwan Pawlow genau an Hand dieser Eigenart der HSP Versuche durchgeführt. Von diesen Experimenten und seinen Schlussfolgerungen werden wir im nächsten Kapitel noch hören.
|
© FESTLAND Verlag
|
|