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Zart besaitet - Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen

von Georg Parlow

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Diverse Eigenheiten

Hochempfindlichkeit ist ein komplexes Phänomen. Es gibt noch einige bemerkenswerte Eigenheiten, die in Verbindung damit verstärkt auftreten. Sie alle lassen sich in geringem Maße auch bei weniger sensiblen Menschen beobachten. Dort sind sie jedoch oft Indikator für verschiedenste psychische oder biochemische Dispositionen, was für HSP nicht in dieser Weise zutrifft. Vieles davon könnte uns sicherlich viel über tiefe innere Zusammenhänge bei hochempfindlichen Menschen sagen, bzw. über die Rolle der Hochempfindlichkeit für die gesamte Spezies. Diese Zusammenhänge sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht, um sie zu veröffentlichen. Die Forschung geht weiter und wird sicherlich in zukünftige Bücher zum Thema einfließen. Hier werden die beobachteten Fakten vor allem deshalb präsentiert, damit Sie wissen, lieber Leser und liebe Leserin, dass Sie damit nicht alleine sind, und dass es für eine HSP völlig normal ist, so zu sein. Sehr dankbar sind wir natürlich auch für Ihre eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Schlussfolgerungen – bitte benutzen Sie dafür die Kontaktadresse am Ende des Buches.

Leichtes Erschrecken

Fast drei Viertel der hochempfindlichen Menschen erschrecken leicht, während nur 15 Prozent dies verneinen. Der Hang zur Schreckhaftigkeit ist natürlich bei verschiedenen HSP unterschiedlich stark ausgebildet. Uns sind auch manche Fälle bekannt, wo die Personen mit einer Zeitverzögerung von bis zu einer Sekunde erschreckt zusammenzucken, wenn sie in ihrer Konzentration unterbrochen werden. Dies ist für die Betroffenen manchmal peinlich, weil andere Menschen dann möglicherweise die Echtheit der Reaktion anzweifeln. Der Vorwurf, die Empfindlichkeit nur schauspielerisch darzustellen, um uns wichtig zu machen oder um uns Vorteile zu erschleichen ist einer, der vielen von uns Hochempfindlichen immer wieder entgegengebracht wird. Unsere Schreckhaftigkeit, die für viele andere geradezu unglaubwürdig wirkt, trägt sicher auch Einiges zu diesem falschen Bild bei.

© FESTLAND Verlag

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